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Der Maßnahmenplan

Während ihr bisher geplant habt, wie ihr das Unternehmen übernehmen möchtet, geht es nun an die praktische Umsetzung. An diesem Punkt ist euer Konzept fast fertig, auch wenn vielleicht noch einige Feinheiten abgestimmt werden müssen und die eine oder andere Information fehlt. Ihr seid auf dem Weg zu einer erfolgreichen Übertragung einen großen Schritt vorangekommen.

Schaut euch nun euer Konzept noch einmal in Ruhe an: Welche Maßnahmen müssen wann umgesetzt werden? Entscheidend ist auch, dass für jede Maßnahme ein Verantwortlicher bestimmt wird, der sich verbindlich kümmert. Vereinbart außerdem fixe Termine – nur so ist gewährleistet, dass der Fahrplan ohne allzu große Verzögerungen umgesetzt wird.

Die Kommunikation

Schließlich ist es auch an der Zeit, den Stabwechsel nach außen zu tragen. Die Mitarbeiter sollten es zuerst erfahren. Der geeignete Zeitpunkt ist in der Regel dann gekommen, wenn sich Nachfolger und Übergeber einig sind. Anschließend gilt es, Lieferanten und Kunden zu informieren und den Nachfolger als Garant für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens einzuführen. Macht aus der Übertragung ein Fest mit einem würdigen Abschied, der zugleich ein guter Einstieg ist. Bleibt der bisherige Inhaber noch im Unternehmen tätig, solltet ihr zumindest über einen Bürotausch nachdenken. Ob ihr die Übergabe in Form einer Ausstellung begeht, den Bürgermeister und die Presse einladet oder eine schlichte Anzeige in die Zeitung setzt, ist eine gemeinsame Entscheidung. Bedenkt jedoch, dass man einen solchen Anlass für eine positive Außendarstellung des Unternehmens nutzen kann – und sollte. Auch dadurch kann so mancher Neukunde gewonnen werden.

Der Notfall

Zum Abschluss solltet ihr euch noch für den Fall der Fälle rüsten. Was passiert eigentlich, wenn euch in der Übergangsphase etwas zustößt oder eine längere Krankheit euch außer Gefecht setzt? Gibt es eine Vertretungsregelung für das Unternehmen? Hat noch eine andere Person außer euch eine Bankvollmacht? Kennt jemand die Passwörter für den Computer? Die fundierte Planung der Nachfolge ist nur dann vollständig, wenn das Unternehmen auch im Notfall zu jedem Zeitpunkt handlungsfähig bleibt und die Familien von Übergeber und Übernehmer abgesichert sind. Eine solche Notfallplanung ist keine Frage des Alters, sondern unabdingbare unternehmerische Vorsorge. Eure Aufgabe bei der Erarbeitung eines Notfallhandbuchs ist es, alle Eventualitäten zu bedenken. Im Notfall darf keine wertvolle Zeit vergeudet werden!

Im unternehmerischen Bereich sind es vor allem die Vertretungsregeln und Zuständigkeiten, die für den Notfall zu regeln sind. Gerade bei mittelständischen Unternehmen gibt es darüber hinaus „ungeschriebene Gesetze“, beispielsweise zu bestimmten Abnahmemengen oder Nachlässen bei Kunden und Lieferanten, die das Notfallhandbuch ebenfalls enthalten sollte. Im privaten Bereich ist zu klären, welches Vermögen ihr habt und wo es sich befindet. Vorteilhaft ist, wenn alle Informationen in einem Ordner zusammengefasst und an einem sicheren Ort deponiert sind.

Aufgaben für dieses Thema

  • Überlege anhand der Gliederung in Felden/Pfannenschwarz: Unternehmensnachfolge, welche Kapitel(-teile) du für die Bearbeitung benötigst.
  • Besorge dir Literatur oder suche im Internet nach passenden Inhalten.
  • Schaue die Materialien zu diesem Bereich an.
  • Sende mir einen Onepager zu dem Thema mit den wesentlichen Erkenntnissen dieses Bereichs.

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