Didaktische Hinweise für Spielleiter und Spielleiterinnen

Lernerfolge / Lernziele

Im Live Action Role Playing (LARP) spielen die Teilnehmenden Familienmitglieder und wichtige Schlüsselpersonen der Moritz GmbH. In Form einer Familienkonferenz werden anhand dieses „typischen“ Beispielunternehmens die „typischen“ familiären Konflikte im Rahmen einer Nachfolgeregelung direkt erlebbar.

Das LARP ist je nach Zielsetzung sehr flexibel einsetzbar. Es gibt keinen vorgegebenen Verlauf der Diskussion, da jede Spielperson die gleiche Rolle unterschiedlich spielt und alle anderen mit- und aufeinander reagieren. Durch Zusatzinformationen oder spezielle Spielimpulse (Download Spielkarten) können veränderte Ausgangssituationen geschaffen und so andere Spielverläufe initiiert werden. Es ist möglich, innerhalb des Spieles eine Zwischenreflexion durchzuführen oder auch Rollen (oder ganze Gruppen) auszuwechseln, um die Diskussion zu beleben und neue Lösungswege zu forcieren.

Je nach Anleitung des Spieles und Niveau der Spielenden, kann der Schwerpunkt eher auf den kommunikativen Themen oder auch den unternehmerischen oder betriebswirtschaftlich-strategischen Themen liegen. Auch können spezielle inhaltliche Schwerpunkte wie Führungsthemen oder Unternehmenskultur durch die Spielleitung gesetzt werden.

Mit diesem Rollenspiel können die Spielerinnen und Spieler die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten erkennen, verschiedene Nachfolgekonzepte für die Moritz GmbH diskutieren und gemeinsam einen guten Lösungsweg entwickeln, so dass der geschäftsführende Inhaber, Horst Moritz, wirklich loslassen kann.

Durch die inhaltliche Auseinandersetzung lernen die Teilnehmenden, was es bedeutet, die Verantwortung für ein Unternehmen weiterzugeben und wie komplex diese Thematik sein kann. Sie lernen aber auch die Chancen einer Übernahme als Gründungsform neben der Neugründung kennen.

Sie erfahren durch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Rollen, dass es mehr als nur die eigene Perspektive gibt und sie bekommen durch die Reflexion im Anschluss an das LARP die Möglichkeit Geschehnisse von „aussen“ und von „innen“ zu betrachten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren, die eigenen Bedürfnisse der Rolle zu artikulieren und in Interaktion zu bringen. Dadurch werden die Kommunikationsfähigkeiten erweitert. Während des Spiels müssen die Teilnehmenden Konflikte untereinander aushalten und austragen und Entscheidungen treffen. Damit wird eigenverantwortliches Handeln gefördert.

Lernsettings

Das LARP ist für drei verschiedene Lernsettings (Level) verfügbar. So kann die jeweilige Aufgabenstellung durch die Spielleitung auf das Level bzw. das beabsichtigte Lernziel ausgerichtet sein. Je nach Level werden während des Spiels verschiedene levelspezifische Impulse über Karten oder durch die Moderatorin gegeben.

Level 1

Level 1 stellt die emotionalen und kommunikativen Aspekte des Spiels in den Vordergrund. Es geht bei diesem Level darum, Interesse für das Thema Unternehmertum im allgemeinen und Nachfolge im speziellen zu wecken und spielerisch die Struktur in einer Unternehmerfamilie zu erleben.

 Zielgruppe für Level 1: Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe 2 an allgemeinen und berufsbildenden Schulen.

Level 2

Level 2 setzt ein wirtschaftliches Basiswissen und ein grundlegendes kaufmännisches Verständnis voraus. Es geht bei diesem Level darum, das theoretische Wissen in einen praktischen Kontext zu stellen und BWL erfahrbar zu machen.

Zielgruppe für Level 2: Schüler und Schülerinnen an Wirtschaftsgymnasien oder kaufmännischen Fachoberschulen sowie Bachelorstudierende BWL.

Level 3

Level 3 richtet den Fokus auf strategische und unternehmerische Themen. Es geht dabei darum, spezifisches Nachfolgewissen auch für eine etwaige eigenen Übernahme praktisch zu erleben.

 Zielgruppe für Level 3: Entrepreneurship-Studierende, angehende Nachfolgende und Teilnehmende aus Gründungszentren sowie Betriebswirtschaftliche Berater mit Interesse am Thema Nachfolge.

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