Das Unternehmen

Die Moritz GmbH ist in der Stahlverarbeitung tätig. Sie entwickelt und produziert weltweit individuelle Containerlösungen von Einzelprojekten bis zu Kleinserien. Die Kunden kommen aus den Bereichen Entsorgungstechnik und Katastrophenschutz.

Im Bereich Katastrophenschutz werden über 50% der Aufträge mit einem Kunden aus dem öffentlichen Sektor erzielt. Entsprechend gute und dauerhafte Kundenkontakte bestehen zu diesem Kunden. Auch bei der Entsorgungstechnik dominiert ein großer Kunde aus dem industriellen Sektor.

In der Vergangenheit war die Moritz GmbH sehr erfolgreich. Aber der Markt ist in den letzten drei Jahren schwieriger geworden und die goldenen Zeiten sind vorbei. Der Wettbewerb ist stärker geworden und die Kunden schauen mehr auf dem Preis als früher. Dennoch stehen der gute Ruf und die langjährigen Kundenbeziehungen, die Horst Moritz systematisch pflegt, für eine solide Zukunft des Unternehmens.

Dem Unternehmen geht es wirtschaftlich immer noch sehr gut. Es erwirtschaftet über 14 Mio. EUR Umsatzerlöse und ein Betriebsergebnis von über 600.000,- EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt über 30%. Insgesamt beschäftigt die Firma 33 Mitarbeiter: 3 Geschäftsführer, 18 gewerbliche Mitarbeiter und 12 Angestellte. Weitere Informationen findest du unter Zahlen, Daten und Fakten sowie im Downloadbereich weiter unten.

Horst Moritz ist der Hauptgeschäftsführer. Mit ihm arbeiten Ludwig Wonschack als kaufmännischer Geschäftsführer und Manfred Groß als technischer Geschäftsführer. Herrn Wonschack unterstehen drei Mitarbeiter in der Verwaltung, drei Mitarbeiter, die für die Finanzen zuständig sind und ein Mitarbeiter im Qualitätsmanagement. Herrn Groß leitet die 15 Mitarbeiter in der Produktion, drei im Lager und fünf in der Konstruktion.

Die vor 3 Jahren erbauten Produktions- und Verwaltungsgebäude in attraktiver Stadtrandlage befinden sich in Besitz einer GbR. Sie gehört zu 50 % Horst Moritz und zu je 25% seiner Frau Else und seiner Schwägerin Anna-Maria. Das alte Bürogebäude wurde abgerissen, die alte Werkhalle kann aber noch als Lagerschuppen genutzt werden.

Die GbR hat vor 3 Jahren umfangreiche Kredite für den Neubau der Firmenimmobilien aufgenommen. Diese Entwicklung ist in der Bilanz des Unternehmens konsolidiert dargestellt. Dabei hat sich die Kreissparkasse von Brückstadt als langjähriger Partner der Firma und der Familie stark engagiert. Der damalige Vorstand Dr. Rolf Becherling kennt Horst Moritz seit Jahrzehnten und hatte nicht den geringsten Zweifel an seiner Kreditwürdigkeit.

Seit zwei Jahren ist Dr. Becherling allerdings im Ruhestand. Der Firmenkundenbetreuer Peter Zwick, der heute für die Moritz GmbH zuständig ist, sieht die Situation eher kritisch. Das Unternehmen selbst läuft zwar durchaus profitabel, die langfristige Perspektive scheint jedoch durch die unklare Nachfolgesituation und die schwankenden Umsätze eher schwierig. Das hat auch schon zu entsprechenden Abschlägen beim bankeninternen Rating des Kreditengagements geführt. Herr Zwick hat Horst Moritz bereits per Mail angekündigt, dass er beim nächsten Jahresgespräch ein konkretes Nachfolge-Konzept erwartet. Horst Moritz gefällt die Einmischung der Bank zwar überhaupt nicht, aber er weiß, dass er darauf reagieren muss.

Zahlen Daten und Fakten

Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Moritz GmbH einen Umsatz von 10.488 TEUR, im nächsten Jahr sank dieser leicht auf 8.960 TEUR. 2020 konnte das Unternehmen einen neuen Umsatzrekord von 14.349 TEUR erzielen.

Der erwartete Umsatz für das Jahr 2021 liegt bei 11.078 TEUR, was zwar wieder einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, im 4 Jahres-Trend allerdings immer noch eine positive Entwicklung darstellt.

Die Umsatzprognosen für 2022 und 2023 finden sich in folgender Mehrjahresplanung.

Bei der Kundenanalyse der Moritz GmbH der Moritz GmbH fallen zwei Themen auf:

  1. Das Unternehmen hat nur 10 Haupt-Kunden mit denen der allergrößte Teil des Umsatzes erwirtschaftet wird.
  2.  Rund 77% des Gesamtumsatzes hängen von den zwei größten Kunden (#1 & #2) ab.

Damit ist ein hohes Risiko verbunden. Die Abhängigkeit von einzelnen Kunden sollte in Zukunft möglichst verringert werden.

Die Gewinnentwicklung von 2018 bis einschließlich 2020 war sehr gut. Von 2019 (792 TEUR) auf 2020 stieg der EBITDA auf 999 TEUR – das sind mehr als 26 %. Besorgniserregend ist die Prognose für 2021. Mit einem prognostizierten EBITDA von nur 555 TEUR im Jahre 2021 wird er sich im Vergleich zum Vorjahr 2020 nahezu halbieren.

Doch woran liegt das und wie kann man das ändern? Haben die Produkte der Moritz GmbH etwa die Sättigungsphase erreicht? Die Portfolio-Analyse zeigt, dass Cashcows („Goldkühe“, etablierte Produkte oder Dienstleistungen oder Geschäftssparten, die als Teil des Kerngeschäftes erheblich zum Gewinn des Unternehmens beitragen) und innovative Sterne zwar vorhanden sind, es aber an innovativen Questionmarks (neue Produktangebote, von denen man noch nicht weiß, ob sie sich im Markt etablieren und zu Stars werden oder nicht) mangelt, die die Zukunft der Moritz GmbH prägen könnten.

Geschichte der Moritz GmbH

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